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Nakaziba

Das neue Ausbildungszentrum
■ Kindergarten-College ■ Berufsausbildungs-College ■ Der Übungs-Kindergarten ■ Die Landwirtschaft ■

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College of
practical skills

Stefan Pleger, 2021

Größer als 120 Fußballfelder ist das Areal in Nakaziba, auf dem im vergangenen Jahr zwei große Projekte in Angriff genommen werden konnten. So entstand einerseits unsere Kindergärtnerinnen-Ausbildungsstätte mit integriertem Modell-Kindergarten und andererseits konnte mit dem Aufbau des sogenannten College of practical skills begonnen werden

Die Idee hinter dem College of practical skills ist eine ganz einfache. ln Uganda und ganz Ostafrika ist der Wunsch der jungen Bevölkerung groß, zur Universität. oder auf ein College zugehen, ohne eine genaue Vorstellung davon zu haben, was und wie dort gelehrt wird. Gleichzeitig wird der landwirtschaftliche Sektor nicht wertgeschätzt. Berufsausbildungen gehen häufig an den praktischen Bedürfnissen der lokalen ländlichen Wirtschaft vorbei. Von dem Bedarf ausgehend ...

• die Landwirtschaft produktiver, nachhaltiger aber auch ökologischer zu machen
• Arbeitsplätze im ländlichen Raum zu schaffen und mehr Schritte der Wertschöpfungskette im ländlichen Raum zu ermöglichen
• die Wertigkeit einer Tätigkeit im Agrarsektor zu heben
• wirtschaftliche Grundkenntnisse zu vermitteln, um wirtschaftliches Handeln zu ermöglichen
• Wissenstransfer national und international zu ermöglichen

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... haben wir uns entschlossen, eine Bildungseinrichtung aufzubauen, die sämtliche landwirtschaftliche Bereiche vom Ackerbau über Viehzucht und Kleintierhaltung bis hin zur Baumschule und Forstwirtschaft abdeckt. Es sollen Musteranlagen für die Weiterverarbeitung von landwirtschaftlichen Produkten, wie etwa Früchtetrockner, Saftpresse, Milchverarbeitung, Ölpresse oder auch eine Kaffeetrockenanlage oder ein kleines Sägewerk entstehen. Gelehrt werden soll im sogenannten Hands-onPrinzip. Das theoretisch Vermittelte soll umgehend in der Praxis erprobt werden. Seien es nun praktische Anwendungsbeispiele für verschiedene Arten der Bewässerung, von Sprinkler bis Tröpfchen Bewässerung oder die korrekte Fruchtfolge im Gemüseanbau.

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Darüber hinaus sollen Werkstätten für alle im Zusammenhang mit der Landwirtschaft stehenden Handwerksberufe, wie etwa Bewässerungstechnik, Landmaschinenmechanik, Schlosserei, aber etwa auch für Solartechnik und andere entstehen. 2019 konnten nicht nur der Großteil der notwendigen Gebäude errichtet werden, sondern es wurden auch bereits erste Workshops abgehalten. So entstand zum Beispiel die erste Tröpfchen Bewässerungsanlage der gesamten Region. Hier wird über eine Solarpumpanlage Wasser zu den Feldern gepumpt, das dann ganz zielgerichtet und sparsam tröpfchenweise direkt zu den Wurzeln der Gemüsepflanzen geleitet wird. Das macht die Landwirtschaft weitestgehend unabhängig von den immer unberechenbarer werdenden Regenzeiten und der Ertrag kann enorm gesteigert werden.

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Ein weiteres Beispiel für das praktische Lernen in Nakaziba war der Bau eines solarbetriebenen Brutkastens für Hühnereier.

Bisher mussten die Küken für die eigene Hühnerproduktion von einem Unternehmen in Kampala zugekauft werden. Nun können die Eier selbst ausgebrütet werden. Dies ist ein Beispiel dafür, wie die Wertschöpfungskette im ländlichen Bereich verlängert und der Gewinn enorm gesteigert werden kann.

Brutkasten
Technik Technik
Da Wasser ein wertvolles Gut ist, wird das Regenwasser der etwa 4.000 qm großen Dachfläche gesammelt und in einem  Regenwasserspeicher für die Bewässerung gesammelt.

Dieses Becken wurde nicht ganz zufällig so ausgestaltet, dass er von den Jugendlichen auch als Schwimmbecken genutzt werden kann. Denn auch das Schwimmenlernen ist etwas, was wir fördern wollen. Speziell für Kinder und Jugendliche, die etwa unsere Schule am See Wamala besuchen, ist dies wichtig. Regelmäßig ertrinken in diesem See Menschen, da kaum jemand in Uganda schwimmen kann. Siehe auch Unser erstes Boot!

Nakaziba soll zukünftig ein Campus werden, auf dem praxisnah gelernt und gelehrt wird, es Raum zum Experimentieren und zur Entwicklung der eigenen Fähigkeiten gibt und Kreativität und Innovation gefördert werden.

Ihr wisst ja, dass es uns besonders wichtig ist, dass unsere Lehrlinge Produkte herstellen, die sie später auch gut verkaufen können. Derzeit lernen sie die Herstellung von Koffern, wie sie in Uganda alle Internatsschüler verwenden. Außerdem können sie schon Bügeleisen und Kochtöpfe produzieren. Alles Produkte, die in den Dörfern, in denen die Jugendlichen einmal arbeiten werden, sicherlich Käufer finden werden. Siehe "Original"

praxisnah 

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