Stefan Pleger berichtet

Endlich wieder in Uganda!

Im Februar 2021 konnte ich erstmals seit dem Frühling 2020 wieder nach Uganda fliegen. Auch wenn es nur zwei Wochen waren, die ich vor Ort sein konnte, so war es doch wichtig, die Mitarbeiter zu sehen und alle Standorte und Projekte zu besuchen. 

Fast täglich war ich im letzten Jahr mit Betty Nabulimu, unserer Geschäftsführerin in Uganda und ihrem Team, telefonisch in Kontakt.

Wir haben gemeinsam geplant, diskutiert und Entscheidungen getroffen. Jetzt konnte ich mich endlich persönlich überzeugen, was alles in dieser schwierigen Zeit weitergegangen ist. Und ich bin beeindruckt.

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Patenprogramm
 Nahrungsmittel
Saatgutprogramm

Das Team der Sozialarbeiterinnen hat es geschafft in all den Monaten der Schulschließung (Seit 20. März 2020) praktisch mit allen Kindern aus dem Patenprogramm den Kontakt zu halten. Jene, die in unsere eigenen Schulen gehen, hatten ja ohnehin eine Art Heimunterricht, wo die Lehrerinnen und Lehrer die Kinder in Kleingruppen in den Dörfern unterrichteten. Doch auch die anderen Kinder wurden regelmäßig besucht, mit Nahrungsmitteln beliefert und viele von ihnen profitierten auch von unserem Saatgutprogramm, wo wir bedürftigen Familien qualitativ hochwertiges Saatgut geben konnten, damit sie selber Gemüse anbauen.

kindern eine Chance

DAS TEAM VOR ORT

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kindern eine Chance

HOMESCHOOLING

  • Derzeit öffnen die Schulen in Uganda wieder schrittweise. Mitte Juni dürfen schließlich wieder alle Klassen regulär unterrichtet werden. Bis dahin ist ein Teil unseres Lehrpersonals weiterhin als „mobile Lehrer“ unterwegs.
  • Die Generalversammlung unserer Organisation in Uganda konnte ebenfalls während meines Aufenthaltes über die Bühne gehen. Auch das ist ein Termin, bei dem immer offizielle Vertreter der Sozialabteilung des Distrikts anwesend sind.
  • Selbst wenn die Reise kurz war, sie hat eines bestätigt: Die Arbeit vor Ort in Uganda ist auch in diesem Jahr ohne anwesende Ehrenamtliche aus Europa und unter schwierigen Bedingungen hervorragend weitergegangen. Betty und ihr Team haben Außerordentliches geleistet.
  • Ein wichtiger Teil der Reise waren auch offizielle Verpflichtungen.
    So gab es etwa ein Treffen mit den höchsten Vertretern des Distrikts Mityana, in dem ich mich u.a. für die gute Zusammenarbeit bedankte. Diese jahrelange Kooperation hat sich besonders in den ersten Monaten der Pandemie als äußerst wertvoll erweisen, als wir relativ rasch die Erlaubnis erhielten, die Behinderteneinrichtungen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen wieder zu öffnen.
  • Nicht weniger wichtig war die Erteilung der Fahrerlaubnis für unsere Motorräder. Während des kompletten Lockdowns waren unsere Motorräder praktisch die einzige Transportmöglichkeit, um die HIV positiven Kinder zu den lebenswichtigen Kontrollterminen in die Krankenhäuser zu transportieren. 


     
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Josefine > Zweite von links, neben Hassan

Josephine ist ein ganz besonderer Mensch. Als Kind war sie eine der ersten Schülerinnen in der Behinderten-einrichtung, immer hilfsbereit und freundlich.
Als die Schulzeit zu Ende ging, wollte sie unbedingt arbeiten. Die Schneiderei und Schusterei kamen für sie aufgrund ihrer körperlichen Behinderung nicht in Frage.
So wurde sie Pflegehelferin in der Schule, die sie selbst besucht hatte. Nun erhält sie Kost, Unterkunft und ein kleines Gehalt von 15 Euro im Monat.

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Die Geschichte mit Josephine

Es war der Tag vor meiner Abreise. Ich war dabei mich von den Mitarbeiterinnen in der Behinderteneinrichtung in Zigoti zu verabschieden, als mich Josephine fragte, ob ich einen Moment Zeit hätte, sie hätte eine Frage: "Wie viel kostet ein Wassertank?" Josefine möchte ihrer alten Mutter einen Regenwassertank schenken, weil die es kaum noch schafft, den weiten Weg zum Brunnen zu gehen.

Als Mitglied in der Spargruppe, die unsere Mitarbeiter in Uganda intern für sich gegründet haben, hatte sie wöchentlich umgerechnet 50 Cent gespart. Nun hatte sie 35 Euro gespart, ebenso viel würde ihr die Gruppe als Kredit geben. 70 Euro, die sie in einen Wassertank für Ihre Mutter investieren wollte.

Nuliet, der Leiterin der Behindertenarbeit und Betty ging es ebenso wie mir, wir waren zu Tränen gerührt und haben beschlossen den Rest der Kosten zu übernehmen. Noch am selben Tag fuhr Josephine mit Hassan, einem bei uns ausgebildeten Installateur, in ihr Heimatdorf. Es wurde gemessen und kalkuliert. Keine Woche zuhause erhielt ich die Fotos vom Wassertank, den Josephine ihrer Mutter geschenkt hatte.

Jene Josephine, die als Mädchen mit Behinderung zu uns kam und der wohl nie jemand zugetraut hätte, dass sie es einmal sein würde, die sich um ihre alten Eltern kümmern würde.

Nakaziba, unser Campus of practical skills

"Nakaziba soll zukünftig ein Campus werden, auf  dem praxisnah gelernt und gelehrt wird"  weiter lesen >

Größer als 120 Fußballfelder ist das Areal in Nakaziba, auf dem im vergangenen Jahr zwei große Projekte in Angriff genommen werden konnten. So entstand einerseits
unsere Kindergärtnerinnen-Ausbildungsstätte mit integriertem Modell-Kindergarten und andererseits konnte mit dem Aufbau des sogenannten College of practical skills begonnen werden.
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Ein paar Mädchen üben das Radfahren. Zwei Burschen sind dabei, Wasser aus den Fischbecken zu den Gemüsebeeten zu pumpen. Wieder andere sitzen im Schatten der Bäume und lesen und lernen, während vom Basketballplatz der Jubel nach jedem geworfenen Korb ertönt. An diesem Samstag Nachmittag herrscht reges Treiben am „Campus of practical skills“ in Nakaziba. Etwa 130 Jugendliche leben mittlerweile gemeinsam mit etwa 12 Mitarbeitern hier. Unter der Woche ist es tagsüber etwas ruhiger, da sind die 37 Studenten des Nursery Teacher Colleges (unsere Schule für angehende Elementarpädagoginnen) in den Unterrichtsräumen und die Lehrlinge in den Werkstätten oder auf den Feldern, wo sie Farmarbeit machen.
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Neben der Landwirtschaft gibt es schon eine Lehrschneiderei hier, Schlosser werden ebenso ausgebildet wie Tischler, Friseurinnen und Köchinnen. Maurer und Installateure sind derzeit kaum in den Schulungsräumlichkeiten, da sie bereits arbeiten: Es gilt ein weiteres Internatsgebäude für die Burschen zu bauen. Genau so soll es sein:
Learning by doing!  ✘ und zum Schluss Stefans Resümee »

Die Landwirtschaft

Moderne Agrarwirtschaft, Lebensmittelverarbeitung Bewässerungstechniker
Gärtnerei und mehr.
Der Verein besitzt in Uganda insgesamt etwa 85 Hektar landwirtschaftliche Flächen.

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Handwerkliche Ausbildung

Neben der akademischen Bildung legt KINDERN EINE CHANCE sehr viel Wert auf solide handwerkliche und landwirtschaftliche Ausbildung.

Brunnenreparatur-Team

Insgesamt 60 Brunnen wurden in den letzten Jahren von KINDERN EINE CHANCE mit Hilfe Ihrer Spenden gebohrt und ermöglicht.

Bei notwendigen Reparaturen werden unsere Brunnen-Reparaturteams verständigt, sie aus ehemalig unterstützten Jugendlichen von KINDERN EINE CHANCE bestehen, die nun hier Arbeit gefunden haben.

Es war ein guter Start.
trotz Corona.

Noch ist alles etwas improvisiert.

Die von der Regierung versprochene Stromversorgung ist immer noch nicht da. Bis im Sommer eine große Solarstromanlage installiert wird, sorgt ein Generator für Strom für die Werkstätten.
Und wenn es dunkel wird, leuchten die Solarlaternen, die Jugendliche im letzten Solarworkshop gebaut haben.
Es war ein guter Start, trotz Corona. Im Mai, wenn dann die Secondary Students ihre Abschluss Prüfungen gemacht haben, wird der Campus noch belebter werden. Bis dahin sollte dann auch der Computerraum noch besser ausgestattet sein und auch die Gruppe von Cateringstudents so eingespielt, dass auch die Versorgung von 200 oder gar 250 Jugendlichen kein Problem mehr darstellt. Ja, es war ein guter Start!

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Mag. Stefan Pleger, Obmann KINDERN EINE CHANCE
Ende Februar 2021



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